Kleiner Kirchenführer

Kirchenfaltblatt Hemmingen: Gunther Seibold

Auch für historisch weniger bedeutsame Kirchen kann ein schriftlicher Kirchenführer erstellt werden. In diesem sollte mehr stehen als nur historische Zahlen und Fakten.

Folgendes sollte ein kleiner Kirchenführer enthalten:

1. eine Begrüßung der Besucherinnen und Besucher.

2. einladende Hinweise darauf, was Gäste in dem Kirchenraum tun können (Ruhe finden, der Orgel zuhören, beten, in der Bibel lesen, die Kunstgegenstände betrachten …).

3. Anregungen zur Erkundung des Kirchenraums. („Welche Gefühle löst dieser Raum in Ihnen aus? Wohin zieht es Ihren Blick? Welche Farben und Formen entdecken Sie in diesem Raum? Welche Themen und Assoziationen gehen Ihnen durch den Kopf?“)

4. Baugeschichtliche und (kunst)historische Informationen.

5. Gebete, eine kleine Meditation, ein Bibelwort oder eine ähnliche Hilfestellung zum Stillwerden und Beten.

6. Hinweise auf das aktuelle Gemeindeleben, Adresse des Gemeindebüros, des Pfarramtes oder anderer Ansprechpartnerinnen und -partner der Kirchengemeinde. Es lohnt sich für eine Gemeinde, in die Erarbeitung ihres kleinen Kirchenführers Zeit (und Geld) zu investieren. Denn diese Faltblätter werden gern mitgenommen und zu Hause gelesen. Sie prägen wesentlich das Bild, das sich Menschen von einer Kirche und ihrer Gemeinde machen.