Aufsicht bei geöffneten Kirchen

Viele Gemeinden tun sich schwer mit der Frage, ob eine Kirchenaufsicht für ihren Raum notwendig ist oder nicht. In der Tat können hier nur individuelle Lösungen gefunden werden. Statistiken weisen darauf hin, dass die Ängste der Verantwortlichen meist größer sind als die tatsächliche Gefahr. Es wird weniger gestohlen, beschmutzt und randaliert als befürchtet. In vielen Städten gibt es sehr gute Erfahrungen mit Kirchen, die morgens auf- und abends abgeschlossen werden. Auch dort, wo verhältnismäßig wenig „Laufkundschaft“ in einer Kirche verweilt.

 

Freilich gibt es auch immer wieder einzelne Nachrichten über Probleme, vor allem mit solchen Leuten, die aus Langeweile auf dumme Gedanken kommen. Wenn Sie Gefahren sehen, lassen Sie sich beraten über die Möglichkeiten, Teilräume unzugänglich zu machen oder Gegenstände zu sichern. Die landeskirchlichen Stellen vermitteln das gerne (s. Kontakt). Die Tatsache, dass katholische Kirchen bis heute weit häufiger geöffnet sind als evangelische, lässt vermuten, dass objektive Faktoren hier nicht allein ausschlaggebend sind, sondern Gewohnheiten und Ängste eine Rolle spielen.

 

Es kann hilfreich sein, Kontakt mit Gemeinden aufzunehmen, die Erfahrungen mit Kirchenöffnungen haben. Ebenso kann eine Erprobungszeit verabredet werden. Ein Schild am Eingang der Kirche, das unaufdringlich auf den besonderen Wert dieses Raumes hinweist, oder brennende Kerzen haben schon manchen von Spielereien abgehalten. Selbst wenn einmal ein Schaden – und damit im schlimmsten Fall eine finanzielle Belastung – entsteht: Sind die nicht höher zu bewerten, die das Angebot der geöffneten Kirche für die Begegnung mit Gott nutzen?

 

Im Bereich Download finden Sie Dokumente aus der badischen und der württembergischen Landeskirche zur Versicherung bei geöffneter Kirche.